Bildung stärker als bisher und individuell fördern

 

Die Vorsitzende des Kreisverbandes München-Nord Ruth Hohenadl und die FDP-Landtagsabgeordnete Julika Sandt sprachen über aktuelle Probleme der BildungspolitikUnter dem Motto „Aktuelle Probleme der Bildungspolitik“ stand eine Veranstaltung, zu der kürzlich der FDP-Kreisverband München-Nord eingeladen hat. Vorsitzende Ruth Hohenadl konnte die Landtagsabgeordnete Julika Sandt begrüßen, die über Ziele, Initiativen und Erfolge der FDP sprach. „Wir werden bei der Globalisierung langfristig nur dabei sein können, wenn wir Bildung stärker als bisher fördern“, sagte Sandt, die Mitglied im Ausschuss Bildung, Jugend und Sport ist. Zugleich müsse das Mediennutzungsverhalten der Schüler stärker berücksichtigt werden. Selbst für viele einfache Arbeiten seien im Gegensatz zu früher inzwischen Computerkenntnisse notwendig, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können.

 

Im aktuellen Haushalt nimmt die Schulbildung einen großen Stellenwert ein. Rund neun Milliarden Euro sind nach Angaben von Sandt dafür eingeplant. Aktuelle Probleme werden angegangen. So wurde etwa die Zahl der Jugendsozialarbeiter von 400 auf 1000 aufgestockt. Damit auch Kinder mit Migrationshintergrund optimale Chancen haben, muss nach Ansicht von Hohenadl die Sprachfähigkeit besser gefördert werden. Auch das Thema Lehrerbildung geht die FDP an: Sandt schlug zum Beispiel gemeinsame Seminare von Grundschullehrern mit Erziehern an. Sandt setzt sich sehr für sogenannte Laptop-Klassen ein, in denen jeder Schüler mit einem Laptop arbeitet. Beim Thema 6jährige Grundschule sagte die Politikerin, dass es weniger auf die Lerndauer, als vielmehr eine individuelle Förderung ankomme.

 

Damit die gewaltigen Herausforderungen bewältigt werden können, hat die FDP im Bayerischen Landtag dazu beigetragen, dass 2700 zusätzliche Lehrstellen im Freistaat geschaffen worden sind. Ein Ziel der FDP ist es, die Angebote für Ganztagsschulen weiter auszubauen. Auch bei der Integration von Behinderten in gewöhnliche Schulklassen soll es Verbesserungen geben. Dass die Bildungspolitik von großem Interesse ist, zeigte die hohe Anzahl an Gästen. Sie diskutierten rege mit Hohenadl und Sandt über das Thema.

 

Text und Foto: Alexander Hauk / bayern-nachrichten.de