FDP Kreisverband München-Nord

Der gegen Zuschüsse stimmt

Claus Wunderlich

Im örtlichen Bezirksausschuss ist Claus Wunderlich von der FDP ein Einzelkämpfer. Meist sitzt er ganz außen und ganz allein, noch hinter dem langen Tisch der CSU und schaut sich das Treiben der größeren Parteien aus sicherer Distanz an. Dabei lässt er sich kaum eine Gelegenheit nehmen, mit einer spöttischen Bemerkung deren Reden und Entscheidungen zu kommentieren. Seit 18 Jahren sitzt Claus Wunderlich nun schon im Bezirksausschuss Milbertshofen-Am Hart und gehört damit zu einem der Dienstältesten im Gremium. Er will bleiben, auch nach der Kommunalwahl am 15. März und führt darum die FDP-Kandidatenliste an.

In all den Jahren hat sich der Lokalpolitiker ein Markenzeichen erarbeitet, das seines Namens würdig ist: Wenn das Gremium darüber entscheidet, wer Zuschüsse aus dem eigenen Budget erhält, dann ist eine Gegenstimme gewiss: die von Claus Wunderlich. Egal ob es um eine Karatemeisterschaft geistig behinderter Kinder, einen Kochkurs für Frauen oder einen 3D-Drucker für einen örtlichen Hort geht. Für den Milbertshofener Wirtschaftswissenschaftler ist das BA-Budget "die gedankenlose Verschwendung von Steuergeldern".

Auf dem zweiten Listenplatz steht der Name Enrico Bianco. Der gebürtige Italiener hat in Padova Politikwissenschaft studiert und lebt seit etwa fünf Jahren in München. Im Auftrag der Landeshauptstadt wirbt er als "Community Manager" ausländische Fachkräfte für Münchner Unternehmen an. Auf Platz drei kandidiert der 58-jährige Anästhesiologie Alexis Rump, der bereits bei der vergangenen BA-Wahl für die FPD angetreten war, jedoch erfolglos. Insgesamt hat die Partei 17 Mitglieder für den örtlichen BA aufgestellt.

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